Zum 15. Dezember 2019 gründet die Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef eine IuK-Einheit.

IuK ist die Abkürzung für „Information und Kommunikation“. Aufgrund der immer weiter steigenden technischen Anforderungen im Bereich der Einsatzstellenorganisation an die Feuerwehren war dieser Schritt nun notwendig.
Die Mitglieder dieser Einheit rekrutieren sich aus den einzelnen Löscheinheiten der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bad Honnef. Somit ist gewährleistet, dass bei jedem Einsatzgeschehen im gesamten Stadtgebiet immer ausreichend Mitglieder der IuK-Einheit zur Verfügung stehen.

Die Hauptaufgabe der IuK-Einheit ist die logistische und fernmeldetechnische Unterstützung der Einsatzleitung bei Einsätzen ab Zugstärke, also z.B. Gebäudebränden oder Unwetter-Flächenlagen.
Die Mitglieder treffen sich regelmäßig, um den Umgang mit den Kommunikationsmitteln und die Abläufe im Einsatz sicher zu beherrschen.

Die Großeinsätze der Vergangenheit haben uns gezeigt, dass die Sicherstellung einer gebündelten Kommunikation und Dokumentation des Einsatzgeschehens eine immense Unterstützung für die Einsatzleitung ist.
Der Hauptarbeitsplatz der Einheitsmitglieder ist zuerst der Einsatzleitwagen, bei größeren Lagen dann aber auch die Führungsstelle und der Führungsstab.
Zu den Aufgaben gehören unter anderem der Aufbau einer Funkstruktur, Stellung von Führungsgehilfen, Führung einer Lagekarte und Lagedarstellung oder die Festlegung eines Bereitstellungsraumes für nachrückende Einheiten.

So ergibt sich für Neu- und Quereinsteiger eine weitere Möglichkeit, das Ehrenamt Feuerwehr mit einem technischen Interesse zu verbinden. Wer Interesse hat, kann sich einfach via Website oder Facebook bei uns melden.

Die Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef ist nicht nur technisch, sondern auch strukturell gut für zukünftige Großeinsätze gerüstet.

Bild: Taktisches Zeichen der IuK-Einheit

Besinnliche Feiertage im Kreise von Familie und Freunden, mit Geschenken und Kerzenschein: Weihnachten ist ein hell erleuchtetes Fest in der dunklen Jahreszeit. Damit es nicht durch Brände überschattet wird, die durch Unachtsamkeit ausgelöst wurden, mahnt die Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef zum sorgsamen Umgang mit Kerzen. Dadurch könnten zahlreiche Feuerwehreinsätze vermieden werden.

Zehn einfache Tipps der Feuerwehr helfen, Brände zu verhindern:

  • Lassen Sie Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen – vor allem nicht, wenn Kinder oder Haustiere dabei sind. Unachtsamkeit ist die Brandursache Nummer eins!
  • Auch wenn man sie häufiger als sonst verwendet und griffbereit haben möchte: Bewahren Sie Streichhölzer und Feuerzeuge an einem kindersicheren Platz auf.
  • Stellen Sie Kerzen nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen (Geschenkpapier, Vorhang) oder an einem Ort mit starker Zugluft auf.
  • Kerzen gehören immer in eine standfeste, nicht brennbare Halterung.
  • Entzünden Sie Kerzen am Weihnachtsbaum von oben nach unten; löschen Sie sie in umgekehrter Reihenfolge ab.
  • Löschen Sie Kerzen an Adventskränzen und am Weihnachtsbaum rechtzeitig, bevor sie heruntergebrannt sind: Tannengrün trocknet mit der Zeit aus und wird zur Brandgefahr.
  • Wenn Sie echte Kerzen entzünden, stellen Sie ein entsprechendes Löschmittel (Wassereimer, Feuerlöscher, Feuerlöschspray) bereit.
  • Achten Sie bei elektrischen Lichterketten darauf, dass Steckdosen nicht überlastet werden. Die elektrischen Kerzen sollten ein Prüfsiegel tragen, das den VDE-Bestimmungen entspricht.
  • Wenn es brennt, versuchen Sie nur dann die Flammen zu löschen, wenn dies ohne Eigengefährdung möglich ist. Ansonsten schließen Sie möglichst die Tür zum Brandraum, verlassen (mit Ihrer Familie) die Wohnung und alarmieren die Feuerwehr mit dem Notruf 112.
  • Rauchwarnmelder in der Wohnung verringern das Risiko der unbemerkten Brandausbreitung enorm, indem sie rechtzeitig Alarm geben. Informationen hierzu gibt es unter rauchmelder-lebensretter.de.

Die Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef wünscht eine besinnliche Weihnachtszeit.

Quellverweis:

Presseinformation Nr. 63/2019 vom 11.12.2019 vom Deutschen Feuerwehr Verband

Es hat einige Jahre gedauert, aber ab dem 13. Oktober 2019 funkt die Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef rein digital.

Zwar gab es seit gut drei Jahren bereits eine ganze Reihe digitaler Funkgeräte in der Wehr, es fehlte jedoch an der flächendeckenden Umstellung. Diese wird nun zum 13. Oktober 2019 vollzogen.

Ende des Jahres 2003 gab es am Institut der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen in Münster eines der ersten Seminare zum Thema digitales Funken. Hier wurde für das Thema sensibilisiert, denn eines war damals schon klar, die analoge Funktechnik wird als Einsatzfunk im Laufe der Jahre verschwinden. Neben den Feuerwehren des Landes war auch die Polizei NRW sehr stark involviert. So plante man zur Fußball WM 2006 einen ersten Einsatz mit digitalem Funk. Die Polizei sollte ihre Arbeit rund um das Ereignis digital abwickeln. Aus den Medien entnahm die Bevölkerung, dass es jedoch noch massive Anlaufschwierigkeiten gab. Aber die Entwicklung ging weiter.

2010 wurden dann die ersten Geräte in Bad Honnef angeschafft. Es ging darum Erfahrungen zu sammeln und Konzepte rund um den digitalen Funk aufzubauen.

Ab 2014 ging es dann in großen Schritten vorwärts. Zuerst stellte die Polizei NRW flächendeckend ihren Funk um. Und kurz danach, Mitte 2016, folgte die Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef mit einer Umstellung der fest verbauten Geräte in den Einsatzfahrzeugen und der Handfunkgeräte für die Führung. Der Einsatzstellenfunk blieb aber vorerst analog.

Dieser wird nun aber auch umgestellt. Die restlichen analogen Handfunkgeräte werden gegen ihre digitalen Pendants getauscht. Die Kameraden der Einheiten werden aktuell geschult und erlernen den sicheren Umgang mit den neuen Geräten.

Ist die analoge Technik jetzt ein Fall fürs Museum? Noch nicht! Da zu unserem Einsatzbereich auch Tunnelanlagen der Deutschen Bahn an der ICE-Trasse gehören und in diesen analoge Umsetzer verbaut sind, bleiben noch einige der Geräte eine Weile erhalten. Sie werden im Einsatzfall direkt verladen und mit zu den Tunnelanlagen genommen.

Die Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef freut sich, diese Wandlung nun abschließen zu können. Mit der digitalen Technik und ihren zusätzlichen Möglichkeiten können wir die Einsätze noch ein Stückchen besser abarbeiten.