Die gute Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Hilfsorganisationen in Bad Honnef zeigt sich nicht nur im Ernstfall, wenn wir gemeinsam an der Einsatzstelle stehen.
Auch in der Ausbildung der Mannschaft hilft man sich gegenseitig.

So haben am vergangenen Wochenende Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bad Honnef einem Lehrgang des THW Ortsverband Bad Honnef beiwohnen dürfen.
Die vielen Sturmeinsätze der vergangenen Monate haben die Wichtigkeit dieser Ausbildung unterstrichen. Die Motorkettensägen kommen immer öfter zum Einsatz, wenn wieder mal Bäume quer über Straßen liegen oder drohen umzufallen. Der Umgang mit einer Motorkettensäge muss aber erlernt und geübt werden. Viel zu viel kann man falsch machen und damit sich und andere gefährden.

Unsere Kameraden haben an der Bereichsausbildung Modul A „Grundlagen der Motorkettensägenarbeit“ am vergangenen Freitag und Samstag teilgenommen und diese mit Erfolg abgeschlossen.
Über viele Stunden wurde Fachwissen vermittelt und in der Praxis geübt.

Wir möchten uns daher ganz herzlich beim THW Ortsverband Bad Honnef für diese Möglichkeit bedanken.

In der Regel verbindet man mit der Feuerwehr die klassische Brandbekämpfung.
Der Alltag sieht aber anders aus. Nur etwa 25% der Einsätze sind auf Brände oder Brandmeldeanlagen zurück zu führen.
Der deutlich größere Teil fällt unter anderem auf den Bereich der technischen Hilfeleistung. Aber was genau ist das eigentlich?

Dazugezählt werden Hilfeleistungen für den Rettungsdienst, wie Transporthilfe und Türöffnungen, Beseitigung von Sturmschäden, Tiere in Not, Wasserschäden und stecken gebliebene Aufzüge. Aber auch schwere Unfälle mit eingeklemmten Personen oder Personenunfälle mit der Bahn. 2018 kamen so für die ganze Honnefer Wehr 92 Einsätze im Bereich TH zusammen, dieses Jahr bereits 49.

Gerade die komplexeren TH-Einsätze, wie in PKWs eingeklemmte Personen, sind für die Feuerwehr eine große Herausforderung. Eine Vielzahl von Faktoren sorgt dafür, dass die vermeintlich gleiche Lage im nächsten Einsatz komplett anders abgearbeitet werden muss. Das jeweilige Fahrzeug, die Schwere der Verletzungen der eingeklemmten Person, der Untergrund, die Umgebung, Tageszeit, Wetter, usw. beeinflussen den Einsatzablauf massiv. Daher kann man auch verstehen, dass die Übungsszenarien möglichst komplex und realitätsnah sein müssen.

So wurde das Wochenende nach Ostern zur Schwerpunktübung TH für die Löschzüge Aegidienberg und Bad Honnef genutzt.
In Aegidienberg wurde die patientenorientierte Rettung aus einem PKW geübt. Also für den Patienten möglichst schonend. Das klappt aber nur, wenn medizinisch keine maximale Eile geboten ist. Durch die große Unterstützung der Firma Hack in Windhagen war es möglich, unter sehr realistischen Bedingungen an verunfallten Fahrzeugen eine schonende Personenrettung durchzuführen. Drei unterschiedliche Szenarien konnten geübt und diskutiert werden. Bereits am Vortag fand ein theoretischer Unterricht statt, um die Kenntnisse zu vertiefen.
Der Löschzug Bad Honnef konzentrierte sich auf ein Szenario im Wald. Gerade bei der Vielzahl an Sturmschäden der vergangenen Monate eine sinnvolle Übung. So wurden zwei Personen unter einem umgestürzten Baum eingeklemmt. Verschiedene Rettungswege wurden ausprobiert und besprochen.

Am Freitag, 30. November 2018, kam es zu einer Explosion in einem Gewerbebetrieb im Bad Honnefer Süden. Glücklicherweise handelte es sich dabei um die Jahresabschlussübung des Löschzuges Bad Honnef. Geübt wurde ein großes Szenario, an dem mehrere Einheiten verschiedener Organisationen beteiligt waren. Übungsleiter Thomas Weiss hatte mit weiteren Helfern einen komplexen Einsatz gestaltet.

Neben dem Löschzug Bad Honnef und dem Löschzug Rheinbreitbach, nahm an der Übung auch der Rettungsdienst des Rhein-Sieg-Kreises teil. Die Malteser Bad Honnef, das DRK Bad Honnef, DRK Niederkassel und die leitenden Notärzte des Rhein-Sieg-Kreises waren bei der Übung im Einsatz. Geübt wurde seitens des Rettungsdienstes die geordnete Aufstellung von vielen Einsatzfahrzeugen und die Einrichtung einer Patientenablage. Diese dient der gleichzeitigen Behandlung von mehreren Patienten, wenn der Rettungsdienst alleine aufgrund einer höheren Patientenzahl überlastet ist.

Aber auch für die Feuerwehr stellt eine hohe Patientenzahl eine große Herausforderung dar. Schließlich müssen diese gerettet und betreut werden. Das heißt, dass sehr schnell sehr viel Personal an der Einsatzstelle gebraucht wird. Besonders herauszustellen war bei der Übung das reibungslose Zusammenspiel der verschiedenen Einheiten. Dabei sind gerade die Kommunikation und die Absprachen der Führungskräfte eine große Herausforderung.

Auch die Einsatzlage an sich war nicht alltäglich. Ein brennendes Gebäude birgt bereits viele Gefahren. Nach einer Explosion liegen aber Trümmerstücke herum und die Struktur des Gebäudes ist eventuell nicht mehr stabil. Hinzu kamen Gefahrstoffe, wie Gasflaschen, die sich noch im Gebäude befanden und auch aus der Gefahrenzone gebracht werden mussten. Neben der Personensuche und Brandbekämpfung, musste eine Person auch mit hydraulischem und pneumatischem Gerät gerettet werden. Es wurde also das volle Leistungsspektrum der Retter eingefordert.