PM 24.01.2017 Empfehlung

geschrieben von Freigegeben in Pressemitteilungen Gelesen 924 mal

Eisige Temperaturen locken viele Leute, aber vor allem Kinder, auf zugefrorene Teiche, Seen und Flüsse. Dies birgt sehr hohe Gefahren!

Kinder sind besonders gefährdet, da sie leicht die viel zu dünne Eisdecke unterschätzen. Auch wenn das Eis an Ufernähe fest erscheint, kann es ein paar Meter weiter schon ganz anders aussehen. Dies gilt vor allem bei fließenden Gewässern, da es bei diesen durch Strömungen zu erheblichen Unterschieden der Eisdicke kommen kann. Wenn das Eis wegbricht fällt man unweigerlich ins Gewässer. Die Folge dessen ist eine lebensgefährliche Unterkühlung. Kinder haben bereits nach 2 Minuten im eiskalten Wasser kaum noch eine Überlebenschance. Bitte weisen Sie ihre Kinder auf diese tödliche Gefahr hin!

Erwachsene sollten mit gutem Beispiel vorangehen und die Eisflächen erst dann betreten, wenn über mehrere Wochen Dauerfrost geherrscht hat und die Eisfläche mindestens 15 Zentimeter dick ist.

Grundsätzlich gilt:

- Betreten von nicht freigegebenen Eisflächen ist verboten! - Lebensgefahr!
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Das Eis muss mindestens 15 Zentimeter dick sein.
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Menschenansammlungen wie beim Schlittschuhlaufen können bei freien Gewässern lebensgefährlich sein!
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Halten Sie sich niemals alleine auf Eisflächen auf.
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Verlassen Sie sofort das Eis bei Anzeichen, dass es brechen könnte
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Das Betreten von Eisflächen, die dunkle Flächen oder Risse aufweisen, ist lebensgefährlich!

Sollte es trotzdem einmal zu einem Einbruch kommen beachten Sie bitte Folgendes:

- Rettung Verunfallter: Die Hilfe muss schnell, aber überlegt erfolgen! Achten Sie auf ihre eigene Sicherheit!
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Notruf absetzen! – Tel.: 112
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Die Notrufnummer ist von jedem Mobiltelefon erreichbar, auch wenn kein Guthaben auf dem Telefon ist.
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Eine Eigensicherung ist zwingend erforderlich!
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Rund um die Bruchstelle ist das Eis sehr brüchig.
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Das Körpergewicht muss auf eine möglichst große Fläche verteilt werden. Hierzu Hilfsmittel wie eine Leiter oder Brett o.ä. verwenden!
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Niemals bis zur Einbruchstelle vordringen. Den Verunfallten mit Hilfsmitteln retten (Stöcke, Stangen, zusammengerollte Mäntel oder Jacken).
- Niemals in das Wasser eintauchen um Personen zu suchen.

Nach erfolgter Rettung Erste Hilfe Maßnahmen ergreifen und Personen nach Möglichkeit in einen warmen Raum bringen, Kleidung ausziehen und in Decken hüllen. Die größte Gefahr ist die Unterkühlung.

Letzte Änderung am Dienstag, 24 Januar 2017 10:12