PM 03.12.2016

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B3-BMA Jugendherberge Selhofer Straße Bad Honnef - Übung
Alarmierte Einheiten: Löschzug Bad Honnef und Rhöndorf ELW

Mit dieser Meldung wurden die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bad Honnef am Freitag, 02.12.2016, gegen 18:30 Uhr aus ihrem Feierabend gerissen.

Bereits nach wenigen Minuten rückte das erste Fahrzeug des Löschzuges Bad Honnef, das Vorauslöschfahrzeug (VLF) aus. Dicht gefolgt von den anderen Fahrzeugen des Löschzuges, genau in der vorgegebenen Reihenfolge. Zeitgleich machte sich der Einsatzleitwagen (ELW) aus Rhöndorf auf den Weg. Bei solch großen Lagen ist der ELW sehr wichtig, um die gesamte Kommunikation an der Einsatzstelle und zur Leitstelle zu koordinieren.

Die zuerst eintreffenden Kameraden erkundeten die Einsatzstelle und stellten fest, dass es sich um einen ausgedehnten Kellerbrand in der Jugendherberge handelte. Das Gebäude war ausgebucht, es gab bereits offensichtlich erste Verletzte mit Rauchgasvergiftungen. Sofort erhöhte der Einsatzleiter die Alarmstufe auf B4M (Menschenleben in Gefahr).

In diesem Augenblick läuft eine vordefinierte Routine in der Leistelle ab. B4 bedeutet, dass ein zweiter Löschzug alarmiert werden muss. Der der Einsatzstelle nächst gelegene ist der Löschzug Rheinbreitbach. Somit wurde dort der Sirenenalarm ausgelöst. Außerdem wurde das Deutsche Rote Kreuz alarmiert, da von einer Vielzahl verletzter Personen ausgegangen werden musste.

Der Einsatzleiter teilte die Einsatzstelle in 3 Abschnitte ein. Diese Praxis hilft, an der Einsatzstelle den Überblick zu behalten und sehr strukturiert arbeiten und kommunizieren zu können. Der erste Einsatzstellenabschnitt (EA1) war der Haupteingang des Gebäudes. Die Kameraden des Löschzuges Bad Honnef begannen hier unmittelbar mit der Menschenrettung, der Brandbekämpfung und dem Aufbau einer Wasserversorgung.
Dem nachalarmierten Löschzug Rheinbreitbach wurde der Abschnitt 2 (EA2) am Eingang zur Küche zugeteilt. Primäre Aufgabe hier war ebenfalls die Menschenrettung und natürlich die Brandbekämpfung. Die Kameraden wurden durch die Drehleiter des Löschzuges Bad Honnef unterstützt.
Als letztes wurde der Abschnitt 3 (EA3) eingerichtet. Dieser wurde betreut durch das DRK Bad Honnef und hatte die Patientenversorgung als Aufgabe.

Nach etwa 2 Stunden waren alle Menschen aus dem Gebäude gerettet und alle Brandherde gelöscht.
Im Einsatz befanden sich etwa 25 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bad Honnef, 20 Kameraden des Löschzuges Rheinbreitbach, sowie etwa 20 Einsatzkräfte, Helfer und Unfalldarsteller des DRK Bad Honnef.

Wir blicken zurück auf eine sehr erfolgreiche Übung.
Die Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Rheinbreitbach und dem Deutschen Roten Kreuz aus Bad Honnef hat erneut sehr gut funktioniert. Ein gemeinsames Funkkonzept konnte erprobt werden. Das ist gerade über die Landesgrenze hinaus eine Herausforderung. Die Arbeit mit mehreren Abschnitten war erneut erfolgreich.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei der Freiwilligen Feuerwehr Rheinbreitbach bedanken. Aber auch ganz besonders beim DRK Bad Honnef, die nicht nur eine wichtige Rolle im Einsatz hatten, sondern auch etwa 12 Unfalldarsteller gestellt haben. Und natürlich auch bei den Betreibern der Jugendherberge Bad Honnef, die sich als Übungsobjekt zur Verfügung gestellt haben.

Diese Übung bildet den Jahresabschluss. Der Löschzug Bad Honnef hat in diesem Jahr etwa 30 Übungen und Ausbildungseinheiten absolviert. Hinzu kommen mehrere Lehrgänge auf Stadtebene und für einige Kameraden auf Landesebene.

Text: Björn Haupt
Bilder: Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef und Thomas Scheben

Letzte Änderung am Sonntag, 26 November 2017 16:16
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