Aktuelles von dem Löschzug Bad Honnef

B3-Gebäude Kirchstraße Bad Honnef – Übung in der Fußgängerzone
Alarmierte Einheiten: Löschzug Bad Honnef und ELW
Mit dieser Meldung wurden die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bad Honnef am Freitag, 20.10.2017, gegen 18:45 Uhr alarmiert.

Wenige Minuten nach dem Alarm rückte bereits das erste Fahrzeug des Löschzuges Bad Honnef aus. Das Vorauslöschfahrzeug (VLF) ist nach der Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) das erste Fahrzeug, das zur Einsatzstelle fährt. Der taktische Zweck ist ein möglichst schnelles Eintreffen, auch bei beengten Raumverhältnissen, damit der erste Angriffstrupp sofort zur Menschenrettung aktiv werden kann. Danach folgte die Drehleiter (DLK), die ebenfalls zur Menschenrettung anrückt, bzw. den Wehrleuten als weiterer Rückzugsweg dient. Hinzu kommt der Wehrleiter im Kommandowagen (KdoW). Erst danach kamen weitere Großfahrzeuge, die hauptsächlich Personal und Material brachten. Parallel dazu machte sich der Einsatzleitwagen (ELW) auf den Weg zur Einsatzstelle. Er koordiniert die Kommunikation an der Einsatzstelle und zur Leitstelle in Siegburg.

Der ersteintreffende Gruppenführer, der ab diesem Augenblick bis zum Eintreffen des Wehrleiters auch Einsatzleiter war, erkundete die Einsatzstelle, während die Mannschaft ihre Arbeit vorbereitete. Der erste Angriffstrupp wurde nach der Erkundung sofort zur Menschenrettung in das Gebäude vorgeschickt. Ein Sicherheitstrupp und weitere Angriffstrupps wurden von den Fahrzeugen gestellt, die nach der Drehleiter eintrafen.

Der Ablauf solcher Einsätze ist fest definiert und wird nur durch die örtlichen Begebenheiten beeinflusst. Das sind die Platzverhältnisse und die tatsächliche Einsatzlage.
Gerade die Enge der Straßen in der Innenstadt stellen eine große Herausforderung dar. Einerseits müssen die Fahrzeuge erst einmal durchpassen, andererseits benötigen sie am Einsatzort einen gewissen Platz, um in vollem Umfang genutzt werden zu können. Das ist gerade bei der Drehleiter ganz offensichtlich.
Diese ganz besondere Situation der Innenstadt ist Grund genug, dass die Einsatzkräfte während der Übung lernen, damit umzugehen.

Nach etwa 2 Stunden waren alle Menschen aus dem Gebäude gerettet und alle Brandherde gelöscht. Es konnte mit dem Abbau der Einsatzmittel begonnen werden.

Wir blicken zurück auf eine sehr erfolgreiche Übung.
Mit Ausblick auf den Martinimarkt, Ende Oktober, ist dieses Szenario sehr aktuell.
Dort werden wieder zahlreiche Besucher des schönen Marktes erwartet. Daraus resultierte in den vergangenen Jahren eine sehr angespannte Verkehrslage. Lange Staus in der Innenstadt und teilweise falsch abgestellte Fahrzeuge machten ein Durchkommen sehr schwierig.
Aus diesem Grund wird die Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef von Freitag bis Sonntag, während den Öffnungszeiten des Marktes, die Wache an der Selhofer Straße im Rahmen einer Sitzbereitschaft besetzen. Sollte es zu einem Einsatz kommen, kann wertvolle Zeit gespart werden, indem die Wehrleute direkt mit den Einsatzfahrzeugen ausrücken können.

Diese Übung bildete den Jahresabschluss. Der Löschzug Bad Honnef hat in diesem Jahr etwa 25 Übungen und Ausbildungseinheiten absolviert. Hinzu kommen mehrere Lehrgänge auf Stadt-, Kreis- und Landesebene.

Bedanken möchte sich die Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef bei den Betreibern des Übungsobjektes, dem Fischgeschäft Stuch, für die Freigabe der Räumlichkeiten.

Am Samstag, den 07.10.2017, fand die diesjährige Übung des Löschzuges Bad Honnef mit der Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Bad Honnef statt.
Als Übungsobjekt hatte man sich das Siebengebirgsgymnasium ausgesucht, in dem ein Zimmerbrand mit zwei vermissten Personen simuliert wurde. Alarmierungsstichwort B3-M.
Hierbei gingen die Jugendlichen gemeinsam mit den Aktiven in den Einsatz vor.

Der Fahrzeugführer des ersteintreffenden VLF erkundete die Lage und erteilte die ersten Einsatzbefehle. Zudem lies er eine Alarmstufenerhöhung auf B4-M durch die Leitstelle auslösen. Während die Besatzung des LF10 die Wasserversorgung für das VLF und den Sicherheitstrupp für das VLF stellte, ging der Angriffstrupp des VLF unter Atemschutz mit dem ersten C-Rohr zur Menschenrettung in das Innere des Gebäudes vor.
Auf der Rückseite des Gebäudes wurde indes die Drehleiter (DLK) für die Menschenrettung in Stellung gebracht. Das HLF legte eine Wasserversorgung zur DLK, um einen möglichen Wenderohrangriff durchführen zu können.
Durch die DLK wurde eine Person aus dem 2. OG gerettet. Die zweite Person wurde durch den mittlerweile vom LF10 eingetroffenen zweiten Angriffstrupp mittels Krankentrage aus dem stark verrauchten Gebäude gebracht und dem Rettungsdienst übergeben.
Der erste Angriffstrupp konnte derweil die Brandbekämpfung durchführen, wobei es hierbei zu einem (geplanten) Eigenunfall kam und der Angriffstrupp sich nicht mehr selbst aus dem Gefahrenbereich bringen konnte.
Der Sicherheitstrupp ging nach der sogenannten „Mayday-Lage“ vor, um den verunfallten Trupp zu retten.
Nachdem alle Aufgaben mit Bravour gelöst waren, wurde die Einsatzstelle an die Brandermittler der Polizei zur Ursachenforschung übergeben.

Nachdem der Löschzug Bad Honnef und die Jugendfeuerwehr wieder vereint auf der Wache waren, wurde der Einsatz bei einem kleinen Imbiss nachbesprochen.
Solche Übungen bedürfen eines hohen Personaleinsatzes und von daher bedankte sich der Übungsleiter bei allen Aktiven, aber vor allem bei der Jugendfeuerwehr, für die rege Teilnahme.

10.10.2017

Stephan Brimmer

 

Schneeflöckchen

04.12.2014 SELHOF. Beim Frühlingsfest des Gewerbevereins Centrum schneite er herein. Die Bad Honnefer Freiwillige Feuerwehr präsentierte sich auf dem Marktplatz - und Josè Alberto Sive suchte den "obersten Feuerwehr-Chef" Torsten Budde.

"Da stand er dann vor mir, seine Kinder wie die Orgelpfeifen neben sich, und trug sein Anliegen vor. Er würde gern wieder zur Feuerwehr gehen, habe aber ein Problem: Er sei zu alt", beschreibt Budde seine erste Begegnung mit dem Mann aus Mosambik. Er habe geantwortet: "Ich nehme bis 58."

Das Alter war also kein Hindernis - Sive ist 52 Jahre alt. Und schon am nächsten Tag kam er mit allen Papieren zur Feuerwache. Es zeigte sich: Josè war bereits Truppführer. Budde: "Das heißt schon was. Und Hut ab: Er hat mittlerweile auf eigenen Wunsch den Atemschutzlehrgang noch einmal wiederholt." Josè Alberto Sive wurde seinem Wohnort entsprechend in die Selhofer Feuerwehrgruppe aufgenommen, wo bereits Mehmet Kececi aktiv ist, der aus der Türkei stammt.

Als sich Sive den Kameraden um Löschgruppenführer Bernd Wolf und Stellvertreter Martin Piederstorfer vorstellte, meinte er: "Meinen Namen kann keiner aussprechen. Ich heiße, Schneeflöckchen?!" Damit hatte er die Herzen der Selhofer Wehrleute schon erobert. "Das rührt noch von meiner Zeit in Bautzen her. Als ich dort an meiner Arbeitsstelle begrüßt wurde, schneite es gerade und ich habe das Lied, Schneeflöckchen, Weißröckchen? gesungen", klärt der Afrikaner auf.

Josè Alberto Sive lebt seit 1981 in Deutschland. Wenn er gefragt wird, wo er herkommt, ulkt er: "Aus dem Busch." In seinem Heimatdorf Inharrime in der Provinz Inhambane gebe es gar keine Feuerwehr, erzählt er. Die Bewohner der rund 400 Kilometer entfernten Hauptstadt Maputo können nur ein Feuerwehrauto ausleihen. Sive leistete in Deutschland bereits 15 Jahre Dienst in den Reihen der Feuerwehr - und nun auch in seinem neuen Wohnort, wo er mit seiner Frau Domingas und seinen Kindern Luzilda (9), Joys (6) und Valdemiro (2) lebt. Der gelernte Stahlbauschlosser und Schweißer arbeitet im Aluminiumwerk in Bonn, wo er auch die Betriebsfeuerwehr unterstützt.

"Er bringt ein bisschen Farbe ins Spiel", scherzte Torsten Budde bei der Beförderung Sives zum Unterbrandmeister. "Ich hatte in einem Film gesehen, wie ein Schwarzer ein Mädchen aus dem Feuer gerettet hat. Deshalb wollte ich zur Feuerwehr", erzählt Josè Alberto Sives.

Auch seine Tochter kann es auch kaum noch erwarten, in die Jugendfeuerwehr einzutreten. Ihr Vater sagt: "Hier herrscht eine gute Kameradschaft." Und als bei der Einweihung des Feuerwehrhauses in Rhöndorf die Selhofer mitfeierten, stand Josè sogar auf der Bühne: Er sang spontan in der Band von Bürgermeister Otto Neuhoff mit.

Feuerwehrchef Budde heißt Kameraden mit ausländischen Wurzeln willkommen. "Voraussetzung ist jedoch die Beherrschung der deutschen Sprache. Das ist unsere Einsatzsprache." (oro)

Quelle: http://www.general-anzeiger-bonn.de

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Am 11. Mai fand die jährliche ABC Übung des Löschzuges Bad Honnef statt.

Was sich wie ein Teil des Grundschulunterrichts anhört, ist tatsächlich einer der komplexesten Aufgabenbereiche der Feuerwehr. Komplex, da es eine Vielzahl an verschiedenen
Gefahrstoffen gibt, auf die jeweils anders reagiert werden muss.

ABC – das steht für atomare, biologische und chemische Gefahren. In der Regel kommt die Feuerwehr damit nur im Rahmen von Unfällen in Kontakt. Aber auch bei Bränden in der
Industrie können solche Gefahren entstehen.

In allen Löschzügen und Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr Bad Honnef befinden sich speziell ausgebildete Kameraden, leicht erkennbar an einem roten Punkt auf dem Helm.
Kommt es zu einem Gefahrgutunfall, rücken die Löschzüge gemäß AAO (Alarm- und Ausrückeordnung) aus.

Einmal im Jahr müssen diese Kollegen eine Übung absolvieren, bei der sie auch im CSA (Chemikalien-Schutz-Anzug) vorgehen.

Dies geschah am 11.Mai, direkt vor der Wache des Löschzuges Bad Honnef. Die Übung sah vor, dass die Kameraden nacheinander im CSA eine Strecke absolvieren und dabei
einen Dummy retten. Dazu wurde ein Dekontaminationsplatz aufgebaut. Nach der Rückkehr aus der Gefahrenzone wurden die CSA-Träger hier dekontaminiert und verließen ihren Schutzanzug.

Das Tragen dieses Anzuges ist sehr anstrengend, da zusätzlich zum Atemschutzgerät eben dieser luftdichte und chemikalienresistente Anzug getragen werden muss.

Die Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef verfügt über insgesamt 4 Schutzanzüge und eine Menge an speziellem Material. Verlastet sind diese Gerätschaften auf dem Gerätewagen-Logistik (GW-L) des Löschzuges Aegidienberg. Aufgrund deren Nähe zur BAB 3 ist die Verfügbarkeit dort am sinnvollsten.

Sollten Sie also mal kleine grüne Männchen in Bad Honnef sehen, keine Angst, es sind die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr.

Text: Björn Haupt

Bilder: FF Bad Honnef

 

 

 

Weltwassertag – Wasser und Berufe

Wasser und Berufe, unter dieser Überschrift stand der Weltwassertag am 08.04.2016 in Bad Honnef. Unter Leitung der Bad Honnef AG wurde die Veranstaltung durchgeführt. Zusammen mit dem Abwasserwerk, der DLRG, dem THW und der Freiwilligen Feuerwehr Bad Honnef wurde den Besuchern die Verbindung zwischen Wasser und Beruf (auch Ehrenamt) nahe gebracht.
Ab 16 Uhr wurden im Rathausfoyer die Gäste begrüßt. Mit dabei viele Kinder aus Grundschulen und Kindergärten, die an einem Malwettbewerb teilgenommen hatten und nun für ihre fantastischen Bilder geehrt wurden. Neben einer Ausstellung dieser Kunstwerke im Rathaus, hatten die Hilfsorganisationen vor dem Gebäude Fahrzeuge ausgestellt. Hier stellten sie den Kindern, Eltern, Lehrern und weiteren Gästen ihre ehrenamtliche Tätigkeit vor. Im Fokus stand dabei die Verbindung dieser Tätigkeit mit dem Lebenselixier Wasser, die bei der Feuerwehr natürlich sehr offensichtlich ist.
Die Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef demonstrierte eine der schwierigsten Aufgaben, den Atemschutz für den Innenangriff. Diese Aufgabe der Wehrleute ist extrem gefährlich und muss daher ständig geübt werden. Neben der Atemluft ist natürlich das Wasser im Schlauch die Grundvoraussetzung, unbeschadet und erfolgreich den Innenangriff vollziehen zu können. Wie spannend diese Aufgabe ist, war an den vielen Fragen der Zuschauer zu erkennen.

Die Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef bedankt sich bei der Bad Honnef AG für diese schöne Möglichkeit sich und ihre Arbeit der Öffentlichkeit nahe bringen zu können.

Text & Bilder: Björn Haupt

 

VLF – Kurzer Name, langer Sinn

Am Freitag, den 19.02.2016, erhielt der Löschzug Bad Honnef Verstärkung. Dieses Mal allerdings nicht in Form eines neuen Kameraden, sondern im Fuhrpark.
Das bereits für Ende 2015 angekündigte Fahrzeug ist überführt worden und tritt sofort seinen Dienst an. Das VLF wurde im Bedarfsplan als Nachfolger des Rüstwagens eingeplant, der bereits Anfang 2015 seinen aktiven Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr Bad Honnef eingestellt hatte.

VLF ist die taktische Abkürzung für Vorauslöschfahrzeug. Es gehört zur Gruppe der Vorauseinsatzfahrzeuge. Diese führen in der Regel Erstmaßnahmen und technische Hilfeleistungen durch. Das Fahrzeug mit dem Rufnamen HON5VLF ist so gut ausgerüstet, dass es bei den meisten Einsätzen zukünftig als erstes Fahrzeug die Wache verlassen wird. Damit dies möglich ist, verfügt es über einen kleinen Wassertank (1000 Liter), eine Pumpe, Schlauchmaterial und Armaturen, sowie einem kompletten Rüstsatz für die technische Hilfeleistung. Es hat Platz für eine Staffel, das sind insgesamt 6 Wehrleute. Durch den Allradantrieb und die kleine Bauform ist es ideal geeignet für abgelegene Einsatzorte und die zahlreichen engen Gassen in Bad Honnef.
Werktags wird es am Rathaus stationiert, wo es für die Kameraden im städtischen Dienst einsatzbereit ist. Diese können dann noch schneller zum Einsatzort gelangen.

Wer es persönlich kennenlernen möchte, ist für den 19. März 2016 herzlich zur Feuerwache in der Selhofer Straße zum „Tag der Feuerwehr" eingeladen.
Die Kameradinnen und Kameraden freuen sich auf zahlreiche Besucher und beantworten gerne alle Fragen.

Text: Björn Haupt

Bilder: FF Bad Honnef

VLF

VLF offenVLF Hinten

 

Notfallrettungspunkte - Ich bin ein Wanderer, holt mich hier raus

Notfallrettungspunkte sind geographische Punkte, an denen ein Hinweisschild aufgestellt wird. Dieses Schild enthält neben der Notfallrufnummer 112 einen Zahlencode. Dieser Code ist
in der Leitstelle Rhein-Sieg in Siegburg hinterlegt. Hier existieren diverse Informationen, die dann an den Rettungsdienst und die Feuerwehr weiter geleitet werden können. So gibt es neben der GPS-Koordinate des Schildes auch eine Information über den optimalen Anfahrtsweg.

Auf diese Weise können Personen in Not lokalisiert und deutlich schneller gerettet werden.

Am Sonntag, den 27.12.2016, rückte nun auch der Löschzug Bad Honnef aus, um die Schilder im eigenen Ausrückebereich anzubringen. Insgesamt 9 Kameraden machten sich bei herrlichem Wetter auf den Weg in den Wald. Es galt 31 Orte anzufahren und ebenso viele Schilder aufzuhängen. Diese Orte sind in der Regel markante Punkte, wie zum Beispiel Schutzhütten oder Hinweistafeln. Aber auch an verschiedenen Wegekreuzungen wurden die Markierungen angebracht.

Aufgrund des schönen Wetters waren sehr viele Wanderer unterwegs, deren Fragen direkt vor Ort beantwortet werden konnten.

Der Löschzug Aegidienberg und die Löschgruppe Rhöndorf haben ihre Schilder bereits auf gehangen. Der Bad Honnefer Stadtwald, die Waldgebiete des VVS und dem Rhein-Sieg-Kreis sind jetzt komplett ausgestattet.

 

Text: Björn Haupt / LZ Bad Honnef

Bilder: Feuerwehr Bad Honnef

 

Vollbrand in Wohnhaus – ODER – Wie die Freiwillige Feuerwehr für reale Einsätze fit bleibt

Am Freitagabend, 09.10.2015, um 18:50 Uhr erreichte ein Alarm den Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Bad Honnef. In der Dr. Fritz-Lohmüller-Straße befand sich ein Wohnhaus in Vollbrand, Menschenleben in Gefahr.

Diese absolut realitätsnahe Lage ereignet sich glücklicherweise sehr selten. Umso wichtiger ist es für die freiwilligen Wehrleute auf solche Situationen gut vorbereitet zu sein. Neben der ständigen Ausbildung sind es aber eben diese Übungen, die die Kameraden für den realen Einsatz fit halten.

Bereits wenige Minuten nach der Alarmierung trafen 25 Wehrleute mit 4 Fahrzeugen am Einsatzort ein. Der Einsatzleiter Thomas Weiss erkundete die Lage. Aus vielen Fenstern des Gebäudes drangen Rauch und Flammen. Mehrere Explosionen erzeugten große Feuerbälle. Zeugen berichteten dem Einsatzleiter, das sich insgesamt noch 4 Menschen im Gebäude befanden. Mit diesen Informationen teilte der Einsatzleiter die Mannschaft ein.
Insgesamt 3 Atemschutztrupps rüsteten sich aus und ein erster Angriffstrupp wurde zur Menschenrettung vorgeschickt.
Eine erste Person im Erdgeschoss war schnell gerettet und in Sicherheit gebracht.
Im Obergeschoss fand der Angriffstrupp eine Küche im Vollbrand und mehrere kleine Brände auf der gesamten Etage vor. Hier konnten 3 weitere Personen aus den Flammen gerettet werden.
Nach der Menschenrettung erfolgte nun der massive Löschangriff. Die Atemschutztrupps bekämpften das Feuer mit mehreren C-Rohren im Innenangriff. Von der Drehleiter aus, die vor dem Gebäude in Bereitschaft stand, wurde mit einem Wenderohr der Brand von außen bekämpft. Dabei geht es hauptsächlich darum, ein Ausbreiten des Brandes auf das Dach zu vermeiden.

Nach etwa 1 Stunde meldete der Einsatzleiter „Feuer aus", alle vermissten Personen gerettet.
Damit war der Einsatz aber noch lange nicht beendet. Mit einer Wärmebildkamera wurde im kompletten Gebäude nach Glutnestern gesucht und der Rauch mit Hilfe von Überdrucklüftern aus dem Haus gedrückt. Erst als diese Kontrollmaßnahmen erfolgreich durchgeführt waren, wurde der Einsatz beendet und die Kameraden bauten ihr Material wieder ab.

Wie bei realen Einsätzen folgte dann eine Nachbesprechung. Erst diese Besprechung mit Kritik und Verbesserungsvorschlägen sorgt dafür, dass die Wehrleute aus dem erlebten lernen.

Etwa 25 Übungen, etliche kleine Trainingseinheiten und spezielle Schulungen haben die freiwilligen Wehrleute des Löschzugs Bad Honnef in diesem Jahr absolviert. Dies war die Abschlussübung im laufenden Jahr.

Bedanken möchte sich der Löschzug Bad Honnef unter Leitung von Frank Brodesser besonders bei Schopp Immobilien und Hupperich & Westhoven, die wiederholt ein Übungsobjekt zur Verfügung gestellt haben.

 

Text:
Björn Haupt

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