Write on Donnerstag, 06 Dezember 2018

Am Freitag, 30. November 2018, kam es zu einer Explosion in einem Gewerbebetrieb im Bad Honnefer Süden. Glücklicherweise handelte es sich dabei um die Jahresabschlussübung des Löschzuges Bad Honnef. Geübt wurde ein großes Szenario, an dem mehrere Einheiten verschiedener Organisationen beteiligt waren. Übungsleiter Thomas Weiss hatte mit weiteren Helfern einen komplexen Einsatz gestaltet.

Neben dem Löschzug Bad Honnef und dem Löschzug Rheinbreitbach, nahm an der Übung auch der Rettungsdienst des Rhein-Sieg-Kreises teil. Die Malteser Bad Honnef, das DRK Bad Honnef, DRK Niederkassel und die leitenden Notärzte des Rhein-Sieg-Kreises waren bei der Übung im Einsatz. Geübt wurde seitens des Rettungsdienstes die geordnete Aufstellung von vielen Einsatzfahrzeugen und die Einrichtung einer Patientenablage. Diese dient der gleichzeitigen Behandlung von mehreren Patienten, wenn der Rettungsdienst alleine aufgrund einer höheren Patientenzahl überlastet ist.

Aber auch für die Feuerwehr stellt eine hohe Patientenzahl eine große Herausforderung dar. Schließlich müssen diese gerettet und betreut werden. Das heißt, dass sehr schnell sehr viel Personal an der Einsatzstelle gebraucht wird. Besonders herauszustellen war bei der Übung das reibungslose Zusammenspiel der verschiedenen Einheiten. Dabei sind gerade die Kommunikation und die Absprachen der Führungskräfte eine große Herausforderung.

Auch die Einsatzlage an sich war nicht alltäglich. Ein brennendes Gebäude birgt bereits viele Gefahren. Nach einer Explosion liegen aber Trümmerstücke herum und die Struktur des Gebäudes ist eventuell nicht mehr stabil. Hinzu kamen Gefahrstoffe, wie Gasflaschen, die sich noch im Gebäude befanden und auch aus der Gefahrenzone gebracht werden mussten. Neben der Personensuche und Brandbekämpfung, musste eine Person auch mit hydraulischem und pneumatischem Gerät gerettet werden. Es wurde also das volle Leistungsspektrum der Retter eingefordert.

Hier hat sich das jahrelange Zusammenspiel mit den Kameraden aus Rheinbreitbach ausgezahlt. Nach einer kurzen Absprache konnten diese ihre eigenständige Arbeit aufnehmen und einen weiteren Gebäudeteil abdecken. Bereits fünf Mal waren die beiden Löschzüge in diesem Jahr schon gemeinsam in Einsätzen.

Insgesamt waren etwa 75 Einsatzkräfte aller Organisationen an der Übung beteiligt.
Wir bedanken uns bei allen beteiligten Einheiten für die fantastische Zusammenarbeit.
Außerdem besonders bei der Firma Hupperich & Westhoven, auf deren Gelände wir diese Übung abhalten durften.

 

Bild: Ralf Klodt

Bild: Ralf Klodt

Bild: Jakob Waßmann

Bild: Jakob Waßmann

Bild: Jakob Waßmann

Bild: Jakob Waßmann

Bild: Jakob Waßmann

Bild: Jakob Waßmann

Bild: Jakob Waßmann

Bild: Jakob Waßmann

Bild: Jakob Waßmann

Bild: Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef

Bild: Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef

Bild: Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef

Write on Mittwoch, 14 November 2018

Quereinstieg in die Feuerwehr? Na klar!

Der Generalanzeiger hat ein Interview mit unserem Pressesprecher Björn Haupt geführt, der mit 39 Jahren als Quereinsteiger zu uns kam.

http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/siebengebirge/bad-honnef/Einstieg-in-die-Feuerwehr-mit-39-Jahren-article3979509.html 

Bild: General-Anzeiger-Bonn / Frank Homann

Write on Montag, 22 Oktober 2018

Pünktlich um 8 Uhr ging es am Samstag, 20. Oktober, los, die Mitglieder der Jugendfeuerwehr kamen zum Dienst auf die Wache in der Selhofer Straße.

Nach einer kurzen Ansprache und der Fahrzeugbelegung wurde der Tag bei einem gemeinsamen Frühstück begonnen. Noch während des Frühstücks kam die Alarmierung „ausgelaufener Kraftstoff in den Weinbergen“. Der GWL und das LF10 – besetzt mit dem Feuerwehrnachwuchs - machten sich direkt auf den Weg um diese Ölspur (bestehend aus Kakao und Wasser) zu beseitigen. Parallel dazu wurde das TLF 4000 zu einer Ölspur an der Endhaltestelle gerufen. Der Tag war gestartet…

Gegen 10:30 Uhr ging dann ein erneuter Alarm ein. Gemeldet wurde „einlaufende Brandmeldeanlage der Firma Confiserie Coppeneur et Compagnon GmbH in Aegidienberg“. Alle Fahrzeuge machten sich direkt auf den Weg dorthin. Bereits Vorort wurden wir von Frau Coppeneur empfangen. Sie wies uns den Weg zur Brandmeldezentrale. Der Hinweis „Ausgelöster Brandmelder im Dachgeschoss“ lies einen Brand im oberen Gebäude vermuten. Die Jugendfeuerwehr rüstete sich mich Atemschutz und Kleinlöschgerät aus und ging über die Außentreppe auf das Dach und dann in die oberen Räumlichkeiten. Nach intensiver Erkundung konnte kein Brand oder ähnliches festgestellt werden. Als sie das Gebäude durch den nach leckerer Schokolade riechenden Verkaufsraum verließe, staunte die Kundschaft nicht schlecht.

Kaum wieder auf der Wache angekommen, wurden die Fahrzeuge wieder fit gemacht mit dem Dienstsport begonnen. Ein Alarm störte diesen. Gemeldet wurde ein „Tiefgaragenbrand im Physikzentrum Bad Honnef – mit vermissten Personen“. Bei der Ankunft war schnell klar, dass auch die darüber befindlichen Schlafräume von dem Brand betroffen waren. Man vermutete mehrere Verletzte und alarmierte das Deutsche Rote Kreuz Bad Honnef. Sven Champion und Philipp Klein haben sich im Vorfeld dazu bereit erklärt die Jugendfeuerwehr aus medizinischer Sicht bei der Übung zu Unterstützen. Mehrere Trupps gingen mit Ihrer Ausrüstung unter „Atemschutz“ in die Tiefgarage vor. Im zweitem vernebelten Untergeschoss fanden sie zwei vermisst gemeldete Personen (Puppen). Eine befand sich zum Teil unter einem Fahrzeug und musste dort hervor und nach draußen gebracht werden, eine weitere befand sich in einer Ecke. Schnell hatten die Jugendlichen die Personen gefunden und konnten diese draußen dem Rettungsdienst übergeben. Das Feuer konnte ebenfalls schnell gelöscht werden.
Parallel zum Gang in die Tiefgarage wurden weitere Trupps in die Schlafräume geschickt. Hier konnten insgesamt 5 Personen (Verletztendarsteller), welche sich in unterschiedlichen Zimmern befanden - gerettet werden. Eine Person drohte sogar aus dem Fenster zu springen um dem Brandrauch zu entgehen. Die Verletztendarsteller konnten entweder zu Fuß oder mittels Drehleiter aus dem Gebäude gerettet und ebenfalls dem Rettungsdienst übergeben werden.
Schnell konnte „Feuer aus, keine Personen mehr im Gebäude“ gemeldet werden und die Jugendlichen wieder einrücken.

Natürlich besteht das Leben eines Berufsfeuerwehrmitgliedes nicht nur aus Einsätzen, so wurden in der einsatzfreien Zeit Wachaufgaben erledigt und Unterricht abgehalten.

Ein Mülleimerbrand auf dem Gelände der Schwippert Feuerwerke störte die wohlverdiente Pause. Je zwei Mülleimer standen in Flammen und mussten gelöscht werden, um ein Übergreifen auf Gebäude und die dort gelagerten Gegenstände zu vermeiden. Schnell wurden diese mit Wasser gelöscht und man konnte den Heimweg antreten.

Über die sozialen Medien hat Herr Haase vom Honnefer Copy-World H&H Gesellschaft bR von unserem Einsatzgeschehen mitbekommen und kam spontan mit einer süßen Verpflegung auf der Wache vorbei. An dieser Stelle einen herzlichen Dank dafür!!!

Ausgeruht und gestärkt ging es auch schon zum nächsten Einsatz. Gemeldet wurde ein größerer Flächenbrand auf dem Gelände Weihnachtsbaumhof Stockhausen. Vorgefundene Lage: es brannten mehrere Quadratmeter Heu auf einem Feld. Die Jugendfeuerwehr musste diese mittels einer Waldbrandkomponente eingrenzen und ablöschen. Dies brauchte einige Zeit. Während dessen hat der Löschzug Aegidienberg den Grill angeheizt um den hungrigen Feuerwehrnachwuchs zu versorgen. Eine ordentliche Verpflegungsspende hat uns die Firma Elektro Kefferpütz vorab gegeben. Ein ganz herzliches Dankeschön dafür!

Auf der Wache angekommen wurden die Fahrzeuge wieder fit gemacht. Danach war der Abend zu freien Verfügung und es wurde über den Tag gesprochen und gefachsimpelt.
Dieses musste jedoch unterbrochen werden…zwei weitere Meldungen gingen ein. Eine Personenrettung zum Feuerschlösschen und parallel ein umgestürzter Baum im Mucherwiesental.
Das LF 10 machte sich auf den Weg zum Feuerschlösschen wo der Hausmeister bereits Vorort war und über seinen Kollegen berichtete, welcher sich in den Räumlichkeiten befinden musste und auf keinen Anruf, Klopfen etc. reagiert. Die Jugendlichen verschafften sich über die Steckleiter Zutritt zum Gebäude und fanden den Kollegen (Puppe) bewusstlos auf dem Boden. Dieser wurde mit einer Trage aus dem Gebäude geholt und dem Rettungsdienst übergeben.
Das TLF fuhr zum umgestürzten Baum wo die Jugendlichen mittels einer Handsäge die Straße vom Baum befreien mussten.

Danach konnte endlich die Nachtruhe eingeläutet werden…dachten sie. Seelig schlummernd wurden sie gegen 2 Uhr nachts zu einer Personensuche im Reitersdorfer Park gerufen. Eine verwirrte Person wurde vermisst. Der komplette „Löschzug“ rückte aus. Die Jugendlichen teilten sich auf und suchten mit Handlampen das Gelände ab. Aufgrund der Größe des Geländes riefen sie zur Unterstützung einen Personenspürhund, der sie dabei unterstützen sollte. Tobi, der Personenspürhund, nahm die Fährte schnell auf und fand den verwirrten Mann schnell in Höhe der Ruine.

Wieder auf der Wache angekommen, konnte die Nachtruhe fortgesetzt werden. Bis um 6 Uhr morgens – da wurden die Jugendlichen zu einem überörtlichen Einsatz zu einer Firma in Königswinter – Gewerbegebiet Dollendorf gerufen. Noch auf der Anfahrt konnten sie abbrechen und die Wache wieder anfahren. Auch das ist Feuerwehr-Alltag.

Nun wurden die Fahrzeuge wieder auf Vordermann gebracht, die Wache aufgeräumt und gereinigt und der Frühstückstisch für die Jugendlichen, deren Eltern und Geschwister gedeckt. Bei einem gemütlichen Frühstück wurden die Bilder der letzten Nacht angeschaut und über das Erlebte berichtet. Die 24 Stundenübung ging zu Ende….

Wir D-A-N-K-E-N herzlich

-          der Firma Confiserie Coppeneur et Compagnon GmbH für die süße Bereitschaft Ihre Räumlichkeiten für die 24 Stundenübung nutzen zu dürfen und Frau Coppeneur für Ihre schauspielerische Darbietung.

-          dem Physikzentrum für deren Räumlichkeiten und die energiereiche Unterstützung bei der 24 Stundenübung

-          der Firma Schwippert Feuerwerk für Ihre immerwährende prächtige Hilfe

-          der Firma Weihnachtsbaumhof Stockhausen für Ihre Bereitschaft das Gelände nutzen zu dürfen Hinweis für die Bevölkerung: die Weihnachtsbäume waren zur keiner Zeit in Gefahr d.h. dem Weihnachtsfest steht nichts im Wege!

-          den Firmen Honnefer Copy-World H&H Gesellschaft bR und Elektro Kefferpütz für die spontane Verpflegung.

Text: Stadtjugendfeuerwehrwartin Patricia Wiesel

Write on Montag, 15 Oktober 2018

Die Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef ist um 14 neue Maschinisten reicher. Vom 18.09. bis zum 13.10.2018 veranstaltete die Feuerwehr Bad Honnef in den Räumlichkeiten des Löschzuges Aegidienberg einen Lehrgang zum "Maschinist für Löschfahrzeuge".

In über 40 Ausbildungsstunden, die über einen Zeitraum von drei Wochen verteilt waren, wurden die angehenden Maschinisten in Theorie und Praxis ausgebildet. Die insgesamt 14 Lehrgangsteilnehmer kamen aus allen Löscheinheiten des gesamten Stadtgebietes.

Die Themen reichten vom Straßenverkehrsrecht über Fahrzeug-, Motoren- und Pumpenkunde bis hin zu praktischen Übungen. Löschwasserförderung über lange Wegestrecken, Bedienung von Geräten und Aggregaten waren Bestandteil der Ausbildung.

Die Lehrerfolgskontrolle gliederte sich in eine theoretische und praktische Prüfung, die alle Teilnehmer mit Bravour bestanden haben.

Lehrgangsleiter Oberbrandmeister Sven Scharfenstein gratuliert allen Teilnehmern und bedankt sich beim gesamten Ausbilderteam für die erfolgreiche Durchführung des Lehrganges.

Text OBM Sven Scharfenstein

Bilder: Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef

Write on Freitag, 25 Mai 2018

Der diesjährige Vater-Kind-Tag des katholischen Kindergarten Sankt Aegidius am 28. April 2018 stand unter einem feurigen Motto. Die Kinder haben mit ihren Vätern das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Bad Honnef Löschzug Aegidienberg besucht.

Gegen 10 Uhr wurde am Kindergarten aufgebrochen und man spazierte gemeinsam zum Gerätehaus. Durch die Löschzugführung wurden die Vorgänge bei einem Einsatz erläutert und im Anschluss das Gerätehaus und natürlich die Fahrzeuge besichtigt.

Ein Highlight für alle Kinder war aber das aktive Löschen mit dem Wasserschlauch. Ein schöner Tag endete mit einem gemeinsamen Mittagessen im Kindergarten Sankt Aegidius.

Bild und Text: OBM Sven Scharfenstein