Write on Montag, 13 Mai 2019

Die gute Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Hilfsorganisationen in Bad Honnef zeigt sich nicht nur im Ernstfall, wenn wir gemeinsam an der Einsatzstelle stehen.
Auch in der Ausbildung der Mannschaft hilft man sich gegenseitig.

So haben am vergangenen Wochenende Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bad Honnef einem Lehrgang des THW Ortsverband Bad Honnef beiwohnen dürfen.
Die vielen Sturmeinsätze der vergangenen Monate haben die Wichtigkeit dieser Ausbildung unterstrichen. Die Motorkettensägen kommen immer öfter zum Einsatz, wenn wieder mal Bäume quer über Straßen liegen oder drohen umzufallen. Der Umgang mit einer Motorkettensäge muss aber erlernt und geübt werden. Viel zu viel kann man falsch machen und damit sich und andere gefährden.

Unsere Kameraden haben an der Bereichsausbildung Modul A „Grundlagen der Motorkettensägenarbeit“ am vergangenen Freitag und Samstag teilgenommen und diese mit Erfolg abgeschlossen.
Über viele Stunden wurde Fachwissen vermittelt und in der Praxis geübt.

Wir möchten uns daher ganz herzlich beim THW Ortsverband Bad Honnef für diese Möglichkeit bedanken.

Bilder: Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef

Write on Mittwoch, 08 Mai 2019

In der Regel verbindet man mit der Feuerwehr die klassische Brandbekämpfung.
Der Alltag sieht aber anders aus. Nur etwa 25% der Einsätze sind auf Brände oder Brandmeldeanlagen zurück zu führen.
Der deutlich größere Teil fällt unter anderem auf den Bereich der technischen Hilfeleistung. Aber was genau ist das eigentlich?
Dazugezählt werden Hilfeleistungen für den Rettungsdienst, wie Transporthilfe und Türöffnungen, Beseitigung von Sturmschäden, Tiere in Not, Wasserschäden und stecken gebliebene Aufzüge. Aber auch schwere Unfälle mit eingeklemmten Personen oder Personenunfälle mit der Bahn. 2018 kamen so für die ganze Honnefer Wehr 92 Einsätze im Bereich TH zusammen, dieses Jahr bereits 49.

Gerade die komplexeren TH-Einsätze, wie in PKWs eingeklemmte Personen, sind für die Feuerwehr eine große Herausforderung. Eine Vielzahl von Faktoren sorgt dafür, dass die vermeintlich gleiche Lage im nächsten Einsatz komplett anders abgearbeitet werden muss. Das jeweilige Fahrzeug, die Schwere der Verletzungen der eingeklemmten Person, der Untergrund, die Umgebung, Tageszeit, Wetter, usw. beeinflussen den Einsatzablauf massiv. Daher kann man auch verstehen, dass die Übungsszenarien möglichst komplex und realitätsnah sein müssen.

So wurde das Wochenende nach Ostern zur Schwerpunktübung TH für die Löschzüge Aegidienberg und Bad Honnef genutzt.
In Aegidienberg wurde die patientenorientierte Rettung aus einem PKW geübt. Also für den Patienten möglichst schonend. Das klappt aber nur, wenn medizinisch keine maximale Eile geboten ist. Durch die große Unterstützung der Firma Hack in Windhagen war es möglich, unter sehr realistischen Bedingungen an verunfallten Fahrzeugen eine schonende Personenrettung durchzuführen. Drei unterschiedliche Szenarien konnten geübt und diskutiert werden. Bereits am Vortag fand ein theoretischer Unterricht statt, um die Kenntnisse zu vertiefen.
Der Löschzug Bad Honnef konzentrierte sich auf ein Szenario im Wald. Gerade bei der Vielzahl an Sturmschäden der vergangenen Monate eine sinnvolle Übung. So wurden zwei Personen unter einem umgestürzten Baum eingeklemmt. Verschiedene Rettungswege wurden ausprobiert und besprochen.

Da es bei TH Einsätzen in der Regel meist mehr als nur einen Weg zum Ziel gibt, sind Diskussion und Versuch bei der Übung wichtige Elemente, um im Ernstfall die richtigen Entscheidungen zu treffen. Fehler werden nicht nur besprochen, sondern auch offensichtlich in ihrer Wirkung.
Mit der A3, der ICE-Strecke, dem Schmelztal, dem Stadtwald, der B42, der DB-Strecke im Tal, der Linie 66 und dem Rhein, verfügt Bad Honnef über eine Vielzahl an Verkehrswegen und typischen Einsatzstellen für TH-Einsätze.

Durch die vielen Übungen im Jahr und ständigen Weiterbildungen in den einzelnen Bereichen ist die Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef sehr gut für diese Art Einsätze aufgestellt.

Bilder: Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef

Write on Montag, 06 Mai 2019

„100 Jahre Löschgruppe Rhöndorf“, das ist der Titel der Sonderausstellung in der Rhöndorfer Heimatstube.

Am Samstagvormittag wurde die Ausstellung durch den Leiter der Feuerwehr Bad Honnef, StBI Frank Brodeßer, feierlich eröffnet.

Bis zum 02.06.2019 kann sich Jedermann, jeweils Samstag und Sonntag, in der Zeit von 14 bis 18 Uhr über die Entwicklung der Löschgruppe Rhöndorf informieren und in alten Zeiten abtauchen. Neben vielen Fotos und Zeitungsberichten, aus den vergangenen Jahrzehnten, sind auch historische Ausrüstungsgegenstände zu sehen.

Zu finden ist die Rhöndorfer Heimatstube in der Löwenburgstraße 28.

Bilder: Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef

Write on Freitag, 15 März 2019

15.03.2019 – Bad Honnef

Für mehr Respekt gegenüber Rettern, Helfern und Beschützern schließen sich Feuerwehren, Rettungsdienste, Ordnungsbehörden, Technisches Hilfswerk und Polizei in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis zusammen.

Heute trafen sich Vertreter aller Bad Honnefer Hilfsorganisationen, der Polizei, des Ordnungsamtes und der Stadt. Grund war die kreisweite Kampagne "RESPEKT-Bonn/Rhein-Sieg".

Ob hauptberuflich oder im Ehrenamt: Wehrleute, Rettungskräfte, Polizisten oder Mitarbeiter der Ordnungsämter retten, helfen, schützen und gewährleisten die notwendige Ordnung. Dabei riskieren sie mitunter auch ihre Gesundheit oder ihr Leben. Nun fordern sie gemeinsam den notwendigen Respekt für ihre tägliche Arbeit zum Wohle aller Menschen in der Gesellschaft ein. Was viele dieser Männer und Frauen aber tagtäglich erleben ist schlicht Respektlosigkeit. Polizisten und Ordnungsamtsmitarbeiter werden bespuckt, angegriffen und beleidigt.

Anordnungen oder Weisungen werden häufig nicht akzeptiert oder einfach nicht beachtet. Immer wieder sind davon auch Feuerwehrleute, Rettungsdienstmitarbeiter und Notärzte betroffen. Der große Teil der Gesellschaft in der Region Bonn/Rhein-Sieg sieht in Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und den Ordnungsämtern die helfende Hand, den Lebensretter und den Helfer in der Not. Teile der Gesellschaft fühlen sich allerdings durch die tägliche, wichtige Arbeit in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt, und sei es nur, weil ein Umweg wegen einer Unfallsperrung, als eine staatliche Unverschämtheit oder behördliche Willkür empfunden wird, gegen die man sich wehren muss. Dabei geht es in unserem Job für die Gesellschaft nicht selten um die Rettung von Menschenleben, die Hilfeleistung für Verletzte, Strafverfolgung und die Abwehr von Gefahren, von denen jeder Mensch einmal betroffen sein könnte und selbst auf Hilfe angewiesen wäre. Wer schon das Martinshorn eines Notarztwagens oder den Lärm eines Rettungshubschraubers als Ruhestörung empfindet, der sollte sich überlegen, worum es in so einem Einsatz geht. Es ist dringend notwendig, den Respekt einzufordern, den Retter und Helfer, die sich tagtäglich zum Wohle aller Menschen in dieser Gesellschaft engagieren, verdient haben.

Auf Initiative der Polizei Rhein-Sieg-Kreis haben sich der Landrat und Polizeichef des Rhein-Sieg-Kreises, Sebastian Schuster, die kreisangehörigen 19 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, der Oberbürgermeister der Stadt Bonn, Ashok Sridharan, die Bonner Polizeipräsidentin, Ursula Brohl-Sowa, sowie die Verantwortlichen von Malteser Hilfsdienst, Deutsches Rotes Kreuz und dem technischen Hilfswerk zu einer gemeinsamen Kampagne für mehr Respekt gegenüber Polizei und Rettungskräften zusammengeschlossen. All diese Menschen leiten und vertreten die beteiligten Organisationen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis. Gemeinsam wollen sie das Thema in die öffentliche Diskussion bringen. Sie setzen sich dafür ein, dass die Bürgerinnen und Bürger in der Region wieder respektvoller miteinander und besonders mit Ihnen, den Frauen und Männern "unter Blaulicht", umgehen. Daher steht schon in dem gemeinsamen Logo das Motto "Respekt - Bonn/Rhein-Sieg".

Dazu Statements der Behördenleiter und –vertreter am Pressetermin am 11.03.2019:

Landrat Sebastian Schuster: "Die Arbeit und Leistung der Menschen, die retten, helfen und beschützen ist für das Wohl der Gesellschaft unverzichtbar. Respektloser Umgang mit ihnen ist nicht hinnehmbar. Alle Bürgerinnen und Bürger sind auf die Frauen und Männer unter Blaulicht angewiesen. Nicht selten retten sie Leben und sie werden auch denen Hilfe leisten, die sie respektlos behandelt haben, wenn es nötig ist. Ich habe diese Kampagne ins Leben gerufen, um in der gesamten Region mit starken Partnern das Verständnis für den notwendigen Respekt und die erforderliche Anerkennung einzufordern."

Bürgermeister Klaus Pipke (als Sprecher der 19 Kommunen im RSK) "In den 19 Kommunen bestehen die Feuerwehren und die Rettungsdienste überwiegend aus Freiwilligen. Frauen und Männern opfern einen großen Teil ihrer Zeit und ihrer Energie. Sie sind stets bereit, bei Tag und Nacht, bei Wind und Wetter, sofort in den Einsatz zu gehen. Dass sie dann teils respektlos behandelt werden, macht mich oft fassungslos. Viele kommunale Ordnungsämter haben ihren Außendienst in der letzten Zeit deutlich verstärkt. Auch diese Einsatzkräfte stehen an vorderster Front und sehen sich Angriffen, Beleidigungen und Ablehnung ausgesetzt. Daher werden auch wir 19 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister uns an dieser wichtigen Kampagne beteiligen."

Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa: "Wir wollen unsere Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten bestmöglich schützen. Es geht nicht nur um Tätlichkeiten. Gewalttätiges Verhalten hat immer eine Vorgeschichte und zeigt sich schon in provozierenden und respektlosen Verhaltensweisen, abfälligen Bemerkungen oder Beleidigungen. Es ist gut, dass wir das Thema Respekt gegenüber Uniformträgern breit angelegt in die öffentliche Diskussion bringen. Deshalb unterstütze ich diese gemeinsame Kampagne ausdrücklich."

 

Write on Freitag, 15 März 2019

Nachdem Karl-Heinz Huferath im vergangenen Jahr das Ehrenzeichen in Gold erhalten hat, konnte er nun dem GA einen kleinen Teil seiner beeindruckenden Geschichte erzählen:

https://www.general-anzeiger-bonn.de/region/siebengebirge/bad-honnef/Seit-mehr-als-70-Jahren-bei-der-Freiwilligen-Feuerwehr-article4067202.html

Bild: General-Anzeiger-Bonn / Frank Homann